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    Ratgeber & Rechtliches

    Radar Kontrolle, was darf die Polizei?

    Autor: VerkehrsteamOktober 18, 2025Keine Kommentare5 min. Lesezeit
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    Radar Kontrolle was darf die Polizei alles
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    Radar Kontrolle, was darf die Polizei? Radarkontrollen sind ein essenzielles Mittel, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Einhaltung der geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überwachen. Doch was darf die Polizei bei solchen Kontrollen genau tun? In diesem Beitrag erfährst du detailliert, welche Rechte und Pflichten die Polizei hat, wie sie vorgehen darf und was für Einschränkungen gelten.

    Inhalt

    • Radar Kontrolle, was darf die Polizei?
      • Rechtliche Grundlage einer Polizeikontrolle
      • Befugnisse der Polizei bei einer Radarkontrolle
      • Einschränkungen für die Polizei
      • Rechte der Autofahrer
      • Zusammenfassung: Was darf die Polizei bei einer Radarkontrolle?

    Radar Kontrolle, was darf die Polizei?

    Immer wieder kommt es zu Missverständnissen bei Polizeikontrollen. Man wird geblitzt und anschließend zur Kontrolle rausgezogen. Doch was darf in diesem Fall die Polizei alles? Darf die Polizei das Smartphone oder das Navi auf Radarwarner kontrollieren? Wir klären auf und haben das Wichtigste zusammengefasst.

    Rechtliche Grundlage einer Polizeikontrolle

    Radarkontrollen dienen dem Ziel, Unfälle zu verhindern und den Straßenverkehr sicherer zu machen. Das deutsche Straßenverkehrsgesetz (StVG) und die Straßenverkehrsordnung (StVO) bilden die rechtliche Basis für Geschwindigkeitsmessungen. Die Polizei und andere Behörden, wie der kommunale Ordnungsdienst, dürfen diese Maßnahmen durchführen, um Verkehrsverstöße zu ahnden.

    Zentrale Aspekte der rechtlichen Grundlage:

    • Ziel der Radarkontrollen: Die Kontrolle der Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und damit der Schutz anderer Verkehrsteilnehmer.
    • Berechtigte Stellen: Neben der Polizei dürfen auch Ordnungsämter und spezielle private Dienstleister im Auftrag der Behörden Geschwindigkeitskontrollen durchführen.
    • Erlaubt gemäß StVO: Die Messung der Geschwindigkeit steht im Einklang mit der Straßenverkehrsordnung und ist rechtlich zulässig.
    Versteckte Polizisten bei Radarkontrolle

    Befugnisse der Polizei bei einer Radarkontrolle

    Die Polizei hat im Rahmen einer Radarkontrolle weitreichende Befugnisse, um Verstöße festzustellen und zu ahnden. Diese umfassen:

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    1. Anhalten von Fahrzeugen: Wenn du bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung erwischt wirst, kann die Polizei dich direkt anhalten, um deine Personalien und Fahrzeugdaten zu überprüfen. Sie dürfen Führerschein und Fahrzeugpapiere verlangen, um deine Identität zu verifizieren.
    2. Überprüfung von Fahrzeug und Fahrer: Zusätzlich zur Geschwindigkeit dürfen die Beamten das Fahrzeug und den Fahrer auf andere Verstöße hin kontrollieren. Das beinhaltet:
      • Überprüfung des technischen Zustands des Fahrzeugs.
      • Kontrolle von Führerschein und Fahrzeugzulassung.
      • Ggf. Drogen- oder Alkoholtest, wenn ein entsprechender Verdacht besteht.
    3. Kontrolle des Smartphones: Falls die Polizei den Verdacht hat, dass du eine Blitzer-App oder einen Radarwarner* nutzt, dürfen sie dein Smartphone kontrollieren. Dies geschieht jedoch nur, wenn ein konkreter Verdacht besteht, beispielsweise weil du verdächtiges Verhalten zeigst oder in einer Gegend, in der viele Blitzer bekannt sind, abrupt langsamer fährst. Der Einsatz von Blitzerwarnern ist in Deutschland verboten.
    4. Verwarnungsgeld vor Ort: Bei geringfügigen Verstößen darf die Polizei direkt vor Ort ein Verwarnungsgeld erheben. In der Regel liegt dies bei Geschwindigkeitsüberschreitungen bis zu 10 km/h innerorts bei 58,50 Euro und 48,50€ außerorts.
    5. Einleitung eines Bußgeldverfahrens: Bei schwerwiegenderen Verstößen, z.B. bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von über 21 km/h, wird in der Regel ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Hier kann neben dem Bußgeld auch ein Fahrverbot drohen, abhängig von der Höhe der Überschreitung und der Häufigkeit der Verstöße.

    TIPP! Schaue dir auch unseren Beitrag „Verkehrskontrollen: So verhältst du dich bei Polizeikontrollen mit Blitzerwarner“ an, wo wir dir das Wichtigste verraten.

    Einschränkungen für die Polizei

    Auch wenn die Polizei in vielen Bereichen umfangreiche Befugnisse hat, gibt es klare rechtliche Grenzen, die sie bei der Durchführung von Radarkontrollen beachten muss:

    1. Versteckte Blitzer sind nicht erlaubt: Die Messstellen müssen sichtbar sein. Ein Blitzer darf also nicht komplett versteckt aufgestellt werden. In den meisten Bundesländern muss die Kontrolle als solche erkennbar sein. Zum Beispiel darf die Polizei mobile Blitzgeräte zwar in geparkten Fahrzeugen oder hinter Bäumen platzieren, aber nicht vollständig unsichtbar agieren.
    2. Blitzerstandorte dürfen nicht willkürlich gewählt werden: Blitzer dürfen nicht direkt hinter Verkehrsschildern oder in Kurven aufgestellt werden. Dies würde die Messung verfälschen, weil die Fahrer oft noch keine Chance hatten, rechtzeitig zu reagieren.
    3. Geeichte und zugelassene Messgeräte: Die Polizei muss für die Messung der Geschwindigkeit zugelassene und geeichte Messgeräte verwenden. Dies bedeutet, dass die Geräte regelmäßig überprüft und kalibriert werden müssen, um genaue Messungen sicherzustellen.
    Polizeikontrollen mit Blitzerwarner - Richtiges Verhalten

    Rechte der Autofahrer

    Als Autofahrer hast du bei einer Radarkontrolle ebenfalls Rechte, die du kennen solltest:

    1. Einsicht in die Messunterlagen: Du hast das Recht, die Messunterlagen einzusehen, die bei der Geschwindigkeitsmessung erstellt wurden. Das schließt in der Regel das Messprotokoll und die Kalibrierungsnachweise des verwendeten Geräts ein. Solltest du Zweifel an der Richtigkeit der Messung haben, kannst du diese Unterlagen anfordern, um eine eventuelle Anfechtung vorzubereiten.
    2. Einspruch gegen die Messung: Wenn du der Meinung bist, dass die Messung fehlerhaft war oder die Messbedingungen nicht korrekt eingehalten wurden, kannst du Einspruch einlegen. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn du Beweise dafür hast, dass beispielsweise das Gerät nicht ordnungsgemäß kalibriert war oder die Messung unter ungeeigneten Bedingungen stattfand.
    3. Aussageverweigerungsrecht: Du bist bei einer Radarkontrolle nicht verpflichtet, Angaben zu machen, die dich belasten könnten. Das sogenannte Aussageverweigerungsrecht schützt dich davor, dich selbst zu beschuldigen. Du musst also keine Angaben zu deiner Geschwindigkeit machen, und es kann auch von dir nicht verlangt werden, zu erklären, warum du zu schnell gefahren bist.

    INFO! Lasse dich kostenlos beraten. Hier kannst du Einspruch einlegen*. Das Erstgespräch mit dem Rechtsteam ist kostenlos. Nur wenn du gute Chancen hast wird weiter verfahren, wo dann Spesen anfallen.

    Zusammenfassung: Was darf die Polizei bei einer Radarkontrolle?

    Die Polizei hat das Recht, Radarkontrollen durchzuführen, um die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorschriften sicherzustellen. Sie darf Fahrzeuge anhalten, die Personalien der Fahrer prüfen und bei Verdacht auch das Smartphone kontrollieren, um Blitzer-Apps aufzuspüren. Gleichzeitig muss die Polizei sicherstellen, dass die Kontrollen sichtbar sind und korrekt durchgeführt werden, insbesondere mit geeichten und zugelassenen Geräten. Als Autofahrer hast du das Recht, die Messunterlagen einzusehen und im Zweifelsfall Einspruch einzulegen.

    Hast du noch Fragen zum Thema, was die Polizei bei einer Radar-Polizeikontrolle darf? Dann hinterlasse einen Kommentar!

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