Blitzerwarner in Deutschland legal? Du fragst dich vielleicht, ob Blitzerwarner in Deutschland legal sind oder ob es gegen das Gesetz verstößt, wenn du eines dieser Geräte oder Apps nutzt. Die rechtliche Lage rund um Blitzerwarner ist klar geregelt, und Verstöße können ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen. In diesem Beitrag erklären wir dir detailliert, was erlaubt ist, was nicht und was die rechtlichen Hintergründe für das Verbot von Blitzerwarnern sind.
Inhalt
Blitzerwarner legal? Infos & Rechtliches
Im Folgenden klären wir die aktuelle Rechtslage zur Nutzung von Blitzerwarnern in Deutschland. Dabei betrachten wir, welche Geräte und Apps verboten sind, welche Strafen bei Verstößen drohen und welche Alternativen legal genutzt werden können. Deutschland hat klare Vorschriften in der Straßenverkehrsordnung, die den Einsatz von Radarwarnern während der Fahrt untersagen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Rechtliche Lage Blitzerwarner in Deutschland
Die rechtlichen Grundlagen für Blitzerwarner werden in § 23 Absatz 1c der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt. Dort heißt es, dass es verboten ist, während der Fahrt technische Geräte zu verwenden oder betriebsbereit mitzuführen, die in der Lage sind, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das bedeutet konkret: Geräte oder Apps, die dich vor fest installierten oder mobilen Blitzern warnen, sind nicht erlaubt.
Dieses Gesetz wurde im Juni 2019 erweitert und betrifft nun auch Smartphones und Navigationsgeräte, die Apps oder Funktionen beinhalten, die vor Blitzern warnen können. Es spielt also keine Rolle, ob du ein klassisches Radarwarngerät oder eine App auf deinem Handy nutzt – beides fällt unter das Verbot.
Verbotene Geräte und Apps
Es gibt verschiedene Arten von Radarwarnern, die unter das Verbot fallen. Zu den verbotenen Geräten und Anwendungen zählen insbesondere:
- Eigenständige Radarwarngeräte: Diese Geräte sind speziell darauf ausgelegt, Radarkontrollen oder Lasermessungen zu erkennen und den Fahrer zu warnen. Sie sind explizit verboten und fallen unter die oben genannte Regelung der StVO.
- Blitzer-Apps auf Smartphones: Viele Apps bieten die Möglichkeit, den Fahrer vor fest installierten oder mobilen Blitzern zu warnen. Diese Funktion ist ebenfalls illegal, selbst wenn die App nebenbei andere Verkehrsinformationen bereitstellt.
- Navigationsgeräte mit Blitzerwarnfunktion: Viele Navigationsgeräte haben eine Funktion integriert, die den Fahrer auf Blitzer aufmerksam macht. Auch hier gilt: Während der Fahrt dürfen diese Funktionen nicht aktiv sein, sonst droht eine Strafe.

Strafen bei Nutzung von Radarwarnern
Wer während der Fahrt einen Blitzerwarner nutzt oder ein entsprechendes Gerät betriebsbereit mitführt, muss mit folgenden Konsequenzen rechnen:
- Bußgeld in Höhe von 75 Euro: Die Geldstrafe für das Verwenden eines Blitzerwarners mag auf den ersten Blick nicht sehr hoch erscheinen, dennoch kann sie im Wiederholungsfall teuer werden.
- 1 Punkt in Flensburg: Neben der Geldstrafe wird auch ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg vermerkt. Diese Punkte können sich langfristig summieren und führen im schlimmsten Fall zum Verlust des Führerscheins.
- Mögliche Beschlagnahmung oder Vernichtung des Geräts: In besonders schweren Fällen kann das Gerät beschlagnahmt oder sogar vernichtet werden. Gerade bei teuren Navigationsgeräten mit Blitzerwarnfunktion ist das eine schmerzhafte Folge.
Erlaubte Alternativen zu Radarwarnern
Es gibt jedoch auch legale Möglichkeiten, sich über Blitzer zu informieren, ohne das Gesetz zu brechen. Hier ein paar erlaubte Alternativen:
- Vorab-Information über Blitzerstandorte: Wenn du dich vor Fahrtantritt über die Standorte von Blitzern informierst, ist das völlig legal. Viele Webseiten oder Dienste bieten Informationen über aktuelle Blitzermeldungen an. Diese vorab zu konsultieren, verstößt nicht gegen das Gesetz.
- Radiodurchsagen zu Blitzern: Viele Radiosender informieren ihre Hörer in regelmäßigen Abständen über Blitzerstandorte. Solche Hinweise über das Radio sind erlaubt, da sie im Rahmen des allgemeinen Verkehrsfunks und nicht gezielt für einzelne Nutzer bereitgestellt werden.
Begründung des Verbots von Radarwarnern in Deutschland
Das Verbot von Blitzerwarnern zielt vor allem auf die Sicherheit im Straßenverkehr ab. Blitzer dienen dazu, dass Autofahrer die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten und so die Verkehrssicherheit erhöht wird. Wenn Blitzerwarner verwendet werden, besteht die Gefahr, dass Fahrer nur an den Blitzern abbremsen und an anderen Stellen zu schnell fahren. Das kann zu einer erhöhten Unfallgefahr führen, insbesondere in unübersichtlichen Bereichen oder in der Nähe von Schulen und Kindergärten.
Zudem sollen Blitzerwarner nicht dazu führen, dass Verkehrsteilnehmer sich auf technische Hilfsmittel verlassen, um das Gesetz zu umgehen. Ziel ist es, dass Autofahrer die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten kontinuierlich einhalten und nicht nur, wenn sie gewarnt werden.

Das gilt in anderen Ländern Europas
In den meisten Ländern weltweit, insbesondere in Europa, ist die Verwendung von Blitzerwarnern ebenso wie in Deutschland verboten. Länder wie Frankreich, Österreich, die Schweiz und viele andere haben ähnliche Gesetze, die den Einsatz solcher Geräte streng regeln und Verstöße entsprechend ahnden. Eine Ausnahme bildet jedoch Rumänien, wo die Nutzung von Blitzerwarnern legal ist. In Rumänien dürfen Autofahrer Geräte oder Apps verwenden, die sie vor Geschwindigkeitsmessungen warnen, ohne dabei Sanktionen fürchten zu müssen.
Fazit: Blitzerwarner legal?
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Blitzerwarner in Deutschland während der Fahrt in jeglicher Form verboten sind. Egal, ob du ein eigenständiges Radarwarngerät, eine App oder ein Navigationsgerät mit Warnfunktion nutzt – du verstößt gegen die StVO und riskierst ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und die Beschlagnahmung des Geräts.
Wenn du dich dennoch vor Blitzern schützen willst, kannst du auf legale Alternativen wie Radiodurchsagen oder vorab eingeholte Informationen zurückgreifen. So bleibst du auf der sicheren Seite und kannst beruhigt unterwegs sein, ohne das Gesetz zu brechen.
Achtung: Diese Regelungen gelten in Deutschland. In anderen Ländern, insbesondere in der EU, können die gesetzlichen Vorgaben unterschiedlich sein. Informiere dich also immer vorab, wenn du im Ausland unterwegs bist. Schaue dir hierzu unseren Ratgeber „Blitzerwarner Rechtslage in Europa“ an, dort wird alles Rechtliches je Land aufgelistet.
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