Parkdauer überzogen Bußgeld: Einen Parkplatz zu finden, ist oft schon stressig genug – doch es kann noch teurer werden, wenn man die Parkzeit aus den Augen verliert oder ganz ohne Parkschein parkt. Was auf den ersten Blick nach einem kleinen Versehen aussieht, kann schnell hohe Strafen und sogar Abschleppkosten nach sich ziehen. Wie viel genau fällig wird, wenn die Parkzeit überschritten wird, und welche zusätzlichen Konsequenzen drohen können, erfährst du in diesem Beitrag. Mit diesen Infos bist du bestens gewappnet, um unnötige Bußgelder zu vermeiden!
Inhalt
Parkdauer überzogen Bußgeld
Wer einen Parkplatz nutzt, muss sich an die vorgegebenen Parkzeiten halten – sei es durch einen Parkschein oder mit Hilfe einer Parkscheibe*. Wird die Parkdauer jedoch überschritten oder ganz ohne gültigen Parkschein geparkt, droht ein Verwarngeld. Wie hoch dieses ausfällt, hängt von der Dauer der Überschreitung ab. Nachfolgend wird beschrieben, welche Strafen bei der Überschreitung der Parkzeit auf dich zukommen können und welche zusätzlichen Konsequenzen im Ernstfall möglich sind.
Überschreitung der Parkzeit/Parken ohne Parkschein: Die Bußgelder im Überblick
Wenn du die Parkzeit überschreitest oder ohne Parkschein parkst, gelten die folgenden Verwarngelder:
- Bis zu 30 Minuten Überschreitung: 20 Euro
- Bis zu 1 Stunde Überschreitung: 25 Euro
- Bis zu 2 Stunden Überschreitung: 30 Euro
- Bis zu 3 Stunden Überschreitung: 35 Euro
- Über 3 Stunden Überschreitung: 40 Euro
Diese Bußgelder greifen unabhängig davon, ob ein Parkschein abgelaufen ist oder gar keiner vorhanden war. Es gibt jedoch einige Feinheiten, die bei der Bewertung dieser Ordnungswidrigkeit wichtig sind.

Abgelaufener Parkschein vs. Parken ohne Parkschein
Ein entscheidender Punkt bei der Beurteilung einer Parkzeitüberschreitung ist die Unterscheidung zwischen einem abgelaufenen Parkschein und einem komplett fehlenden Parkschein.
- Abgelaufener Parkschein: Ist ein Parkschein abgelaufen, kann die genaue Überschreitungsdauer festgestellt werden. Diese wird dann für die Berechnung des Verwarngeldes herangezogen. Die Höhe richtet sich also danach, wie viel Zeit seit dem Ablauf des Parkscheins vergangen ist. Hier kann es auch zu wiederholten Kontrollen kommen, um sicherzustellen, dass das Fahrzeug nicht über einen längeren Zeitraum unbefugt parkt.
- Parken ohne Parkschein: Parkst du ohne Parkschein, wird bei der ersten Kontrolle zunächst davon ausgegangen, dass die Parkdauer um maximal 30 Minuten überschritten wurde. Dies hat zur Folge, dass das Verwarngeld von 20 Euro erhoben wird. Bleibt das Fahrzeug aber länger stehen und es erfolgen weitere Kontrollen, kann das Verwarngeld nachträglich erhöht werden, da die Parkdauer entsprechend länger überschritten wird.
Erhöhte Kosten bei wiederholter Überschreitung
Sollte dein Fahrzeug bei einer weiteren Kontrolle immer noch ohne gültigen Parkschein oder über die erlaubte Parkdauer hinaus geparkt sein, können die Behörden das Verwarngeld entsprechend anpassen. Das bedeutet, je nach Dauer der Überschreitung, steigt das Bußgeld gestaffelt an. Beispielsweise wird bei einer Überschreitung von zwei Stunden eine Strafe von 30 Euro fällig, während bei einer Überschreitung von mehr als drei Stunden bereits 40 Euro anfallen.
Zusätzliche Konsequenzen: Abschleppen und Bußgeldverfahren
Neben dem Verwarngeld drohen bei erheblichen Verstößen zusätzliche Kosten und Maßnahmen:
- Abschleppen des Fahrzeugs: Sobald ein Fahrzeug länger als eine Stunde unbefugt geparkt wird, kann die zuständige Behörde entscheiden, das Auto kostenpflichtig abschleppen zu lassen. Die Abschleppkosten können sich auf etwa 200 bis 300 Euro belaufen, abhängig von der Region und den jeweiligen Gebühren. Dies ist vor allem in Gebieten mit hohem Parkdruck oder an kritischen Verkehrsstellen eine häufige Maßnahme.
- Bußgeldverfahren bei Nichtzahlung: Wenn du das verhängte Verwarngeld nicht innerhalb der gesetzten Frist bezahlst, kann die Ordnungswidrigkeit in ein Bußgeldverfahren überführt werden. In diesem Fall kommen zusätzliche Gebühren auf dich zu, die den Gesamtbetrag schnell erhöhen können. Solche Verfahren sind aufwendiger und können auch gerichtlich durchgesetzt werden, wenn es keine rechtzeitige Reaktion gibt.
Parken Bußgeld vermeiden
Neben herkömmlichen Parkscheiben gibt es auch sogenannte mitlaufende Parkscheiben*, die die Zeit automatisch weiterschalten, um den Eindruck zu erwecken, das Fahrzeug sei erst kürzlich abgestellt worden. Theoretisch könnte damit die erlaubte Parkzeit ständig „verlängert“ werden, sodass das Auto unbemerkt über längere Zeiträume stehen bleibt. Doch Vorsicht: Solche Geräte sind nicht legal und verstoßen gegen die Straßenverkehrsordnung. Werden sie entdeckt, droht ein Bußgeld, da sie als Täuschungsversuch gewertet werden. Auch wenn es auf den ersten Blick verlockend erscheint, sollte man lieber die Finger davon lassen, denn geschulte Beamte können solche Manipulationen erkennen.
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Fazit: Parkzeit genau einhalten
Um höhere Kosten zu vermeiden, ist es ratsam, die Parkzeit genau im Auge zu behalten. Entweder durch rechtzeitiges Verlängern des Parkscheins oder durch die Nutzung von Park-Apps, die dich an das Ablaufen der Parkzeit erinnern. Besonders in Städten und stark frequentierten Parkzonen kann die Missachtung der Parkdauer schnell teuer werden, vor allem wenn zusätzlich zum Verwarngeld noch Kosten für das Abschleppen oder ein Bußgeldverfahren entstehen.
Musstest du schon einmal wegen Überziehung der Parkdauer Bußgeld bezahlen? Hinterlasse uns doch einen Kommentar!



